Gut informiert über das neue Bestattungsgesetz - Informations- und Austauschabend in Kobern


Kobern. „Jetzt bin ich sehr viel weiter und traue mich, mit meinem Mann darüber zu sprechen.“ Mit dieser Rückmeldung brachte eine Teilnehmerin auf den Punkt, was auch andere Besucher und Besucherinnen des Informationsabends zum neuen Bestattungsgesetz Rheinland-Pfalz im Juni mit nach Hause nahmen: mehr Orientierung, mehr Sicherheit und den Mut, sich frühzeitig mit den eigenen Wünschen auseinanderzusetzen.
Die Veranstaltung des Pastoralen Raumes Maifeld-Untermosel informierte über die Neuerungen des seit Januar geltenden Bestattungsgesetzes in Rheinland-
Pfalz und bot zugleich Raum für Fragen, persönliche Gedanken und den Austausch miteinander. Die Teilnehmenden lobten insbesondere die verständliche Aufbereitung der gesetzlichen Änderungen durch Stefan Nober, Referent des Bischöflichen Generalvikariat Trier, zuständig für das Themenfeld Bestattung: „Es war sehr informativ und kurzweilig. Informationen und Austausch waren gut ausgewogen“, lautete eine Rückmeldung.
Den Kirchen beider Konfessionen ist es ein großes Anliegen, Menschen auch unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen verlässlich zu begleiten. Persönliche Gespräche, Trauerfeiern und seelsorgliche Begleitung bleiben ein wesentlicher Bestandteil kirchlichen Handelns.
Renate Schmitt von der katholischen Kirche und Susanne Albrecht von der evangelischen Kirche betonten die besondere Bedeutung eines Ortes der Trauer. Bestatter Schuster vom Bestattungshaus Escher machte deutlich, wie wichtig es sei, dass Familien frühzeitig miteinander über die eigenen Vorstellungen sprechen. Nur wenn Angehörige wissen, was einem Menschen im Blick auf seine Bestattung wichtig ist, können sie in einer belastenden Situation in seinem Sinne entscheiden.
Der Abend machte deutlich, dass eine gute Bestattungskultur weit mehr umfasst als die Wahl einer Bestattungsform. Sie lebt von Gesprächen, von bewussten Entscheidungen und von einer Begleitung, die Trauernden Halt gibt. Die positive Resonanz der Teilnehmenden zeigt, dass dieses Thema viele Menschen bewegt und der Informationsabend einen wertvollen Beitrag zur Orientierung geleistet hat.
Wer den Abend verpasst hat, ist am 19. November herzlich eingeladen, im @Viedel Begegnungsstätte Polch nochmals dabei zu sein.
Nähere Infos bei Gemeindereferentin Renate Schmitt für den Arbeitskreis Tod und Trauer im Pastoralen Raum Maifeld-Untermosel unter 02654 964485. Email: renate.schmitt@bistum-trier.de
Renate Schmitt, Gemeindereferentin
